Baustart im Südhafen „Roter Sand“ – Arbeiten offiziell gestartet

Die Arbeiten zur Weiterentwicklung des Südhafens „Roter Sand” in Bremerhaven haben Fahrt aufgenommen. Schon in den ersten Wochen der Bauphase konnten deutliche Fortschritte erzielt werden. Rund 8.000 Tonnen Material wurden vom Gelände entfernt. Insgesamt müssen rund 29.000 Tonnen abgefahren werden, bevor die nächsten Bauabschnitte starten können.

Auf rund 60.000 Quadratmetern entsteht eine moderne Infrastruktur, die zusätzlichen Raum für den Umschlag und technische Dienstleistungen am BLG AutoTerminal Bremerhaven schafft. Mit der Erweiterung des Südhafens stehen künftig drei Hallen für technische Arbeiten zur Verfügung. Zudem werden zwei neue  Liegeplätze für Deep-Sea-RoRo Carrier geschaffen, um die bestehenden Kapazitäten zu erweitern und den Service für Kunden noch flexibler zu gestalten.

Landmaschinenhersteller CLAAS verlagert Aktivitäten in den Südhafen
Derzeit verlagert der Landmaschinenhersteller CLAAS seine Aktivitäten vom Nordhafen in den Südhafen. Für CLAAS übernimmt die BLG im Rahmen eines Importprojekts verschiedenste technische Umbauten nach Kundenwunsch. Solche Projekte verdeutlichen die Leistungsfähigkeit der Fläche und das Potenzial für weitere Speziallogistik im Hafen.

Bereits im vergangenen Jahr ist mit Siemens Energy der erste Kunde in den Südhafen gezogen. Seitdem hat sich dieser Teil des Hafens als Standort für anspruchsvolle Großprojekte etabliert. So wurde hier bereits umfangreiche Umschlag- und Montagelogistik für Kraftwerksmodule abgewickelt. Die bis zu 275 Tonnen schweren Einzelkomponenten wurden im Südhafen vormontiert und sind nach der Montage für den Weitertransport bereit.

„Mit der Erweiterung des Südhafens bieten wir unseren Kunden eine moderne Infrastruktur und zusätzliche Kapazitäten. Die neuen Flächen ermöglichen optimierte Prozesse und eine noch flexiblere Nutzung für den Umschlag und die technische Bearbeitung von Waren. Gleichzeitig setzen wir auf nachhaltige Lösungen, um den Bauprozess effizient und ressourcenschonend zu gestalten“, erklärt Karsten Dirks, operativer Geschäftsführer des BLG AutoTerminal Bremerhaven. „Wir stehen in regem Austausch mit den zuständigen Behörden, die uns im Rahmen des Projekts kompetent begleiten.“


Nachhaltige Lösungen und technische Verbesserungen
Parallel zu den Erdarbeiten im Norden des Geländes werden derzeit die notwendigen Versorgungsleitungen eingebracht, anschließend folgt die Herstellung der Flächen. Die Übergabe der ersten Bereiche ist für den Spätsommer vorgesehen. Bereits abgeschlossen ist die Verlegung der Lichtwellenleitung (LWL) vom Kaiserhafen. Damit ist die technische Anbindung des neuen Areals frühzeitig gesichert und ermöglicht den Aufbau einer modernen, leistungsfähigen IT-Infrastruktur.
Den Bauarbeiten liegt ein abgestimmtes Konzept zugrunde. Da die anfallenden Materialien nur in begrenzten Mengen und an unterschiedliche Abnehmer abgegeben werden können, die zudem meist nicht wasserseitig angebunden sind, erfolgt der Abtransport derzeit ausschließlich per handelsüblicher Lkw. Gleichzeitig muss das ausgehobene Volumen durch geeignetes Naturmaterial ersetzt werden. Hierfür ist eine besonders nachhaltige Lösung angedacht: Der benötigte Bausand und Naturschotter wird direkt von der Wasserseite aus mit dem Hopperschwimmbagger in das Baufeld eingebracht. Durch dieses Verfahren lassen sich zahlreiche Lkw-Fahrten vermeiden und der Baustellenverkehr auf ein notwendiges Minimum reduzieren.

Rund um die Hallen werden die Bestandsflächen ertüchtigt und neue Versorgungsleitungen verlegt, um künftig auch besonders schwere oder großvolumige Waren problemlos bewegen zu können. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Phasen, um den laufenden Betrieb nicht einzuschränken, und sollen bis zum Winteranfang abgeschlossen sein.

Insgesamt elf Hochpoller werden künftig eine sichere und stabile Befestigung für Schiffe ermöglichen. Mit ihnen werden große und schwere Schiffe während der Be- und Entladung zuverlässig fixiert – insbesondere bei anspruchsvollen Projekten mit Schwergut und großvolumigen Bauteilen.

Da der Südhafen bislang nicht zum Freihafengebiet gehört, werden aktuell auch die erforderlichen zolltechnischen Voraussetzungen beantragt, um künftig eine reibungslose Abfertigung von Importschiffen gewährleisten zu können. 
So wird der Südhafen Schritt für Schritt nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch an die steigenden Anforderungen und neue Kunden angepasst.

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